presse

2012

Verloren in Dolores (Tanzfilm von Erik Grun) 

 „Gerade wird eine leidenschaftliche Bett-Szene gedreht. Auf sein Kommando hin nehmen zwei Tänzer ihre Plätze ein: Carlos Osatinsky liegt lässig in einem Bett, umhüllt von weißen

Laken. Zur rhythmischen Hintergrundmusik beginnt Mercedes Appugliese sich verführerisch zu bewegen. Sie wirft den Kopf in den Nacken und pendelt dann um das Metallgerüst des Bettes herum – alles, um Carlos zu bezirzen. Appugliese vermixt mehrere Tanzstile und stellt dadurch eine Gefühlsachterbahn dar“.

(Regensburg, 09.08.2012, Mittelbayerische Zeitung)

http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg/artikel/liebestaenze-in-regensburger-badezimmer/817805/liebestaenze-in-regensburger-badezimmer.html

 

Wohin! (Musik: YuKo Matsuyama. Tanz: Mercedes Appugliese/ MdRA)

„Ich weiß nicht genau, wie das hier mit der Musik funktioniert, erst hatte ich den Verdacht, dass Yuko Matsuyama etwas singt und spielt, das gleichzeitig aufgezeichnet und gesampelt wird und so entsteht dann ein recht mächtiges Gesangs und Musikwerk zur Tanzperformance von MdRA. Kann sein, dass es auch so ist. Jedenfalls das einzige Stück des Abends mit Livemusik, zwischen den beiden gibt es eine schöne Konzentration, ob der Tanz genau durchchoreographiert ist oder teilweise oder ganz improvisiert, kann ich nicht sagen. Das ganze hat eine angenehme Intensität, mehr Atmosphäre und direkter Ausdruck als ein Konzept, das auf eine bestimmte Aussage hinaus wollte, so erlebe ich das wenigstens“.

(Thomas Lemke. Oktober 1, 2012)

http://argusschlaft.com/2012/10/01/lucky-trimmer-18/

 

2011

Bread & milk / rice & water (Tanzcompagnie Rubato) 

„Doch sein expressives, spannungsgeladenes Solo verkündet anderes. Als er verharrt, zu sinken droht, unterschiebt sich ihm sanft stützend Mercedes Appugliese, umfängt ihn, wird von seiner Bewegungswut infiziert. Zwei Verunsicherte finden sich in einem rasanten und riskanten, wunderbar flüssigen Duett, verklammert, gerissen, gestoßen, über den Boden gezerrt und geflogen, bis er der Liegenden wie im Tod die Arme kreuzt, sich neben sie setzt. Das kann nur Gelächter brechen“.

„Energisch scheint dem in ihrem Tanz Appugliese zu widersprechen: Das vom Kopf geführte raumgreifende, schneckenartig sich zusammenziehende Solo endet im flachen Drehgang um die eigene Hand; auch Europa ist immer aufs Gleiche zurückgeworfen“.
(Volkmar Draeger, 04.09.12. www.tanznetz.de)

http://www.tanznetz.de/kritiken.phtml?page=showthread&aid=199&tid=21091

 

Milchstraße (Clebio Oliveira) 

A argentina Mercedes Appugliese foi a escolha ideal. Ela brilha com uma naturalidade crua, onde o ordinário e a beleza se completam. No palco ela é controlada, manipulada e dependente sem perder a graça e a força.

(Texto: Marco Sanchez. Revisão: Alexandre Schossler. Deutsche Welle, 07.06.2011)

 

http://www.dw.de/dw/article/0,,15134917,00.html

 

 

2009

Les Possédés (Cia. Toula Limnaios)

„So bildgewaltige wie flüchtige Tableaus zu bauen: etwa wenn Mercedes Appugliese ihre Haare in schwarzes Wasser taucht und mit den nassen Strähnen ihren Partner auspeitscht. Eine tolle Passionsszene, befeuert von Schuld-und-Sühne –Ironie.“

(Patrick Wildermann. Tip 15.09)

Die Striemen peitschenden Haares

„Aus dem Rundlauf landet Clebio bei Mercedes und absolviert mit ihr zu Stimmengewirr vom Band das stärkste Duett des Abends, originell in Umgriffen und Transporten, riskant in Ansprüngen und Klammerungen“.

„Mercedes gerät in Beiß- und Zerrwut, Finger weisen auf sie, als sie wahnwitzig aus Hebungen abstürzt. Kopfüber steckt man sie in die Farbtunke des Bottichs, schnappt nun Clebio, zieht ihn aus. Auf seinen Körper peischt Mercedes mit nassem Langhaar in wüstem Anfall schwarze Striemen“.

(Volkmar Draeger. Berlin, 05.07.2009. www.tanznetz.de)

http://www.tanznetz.de/kritiken.phtml?page=showthread&aid=176&tid=15174

 

2007

 

Simply Gift (Cia. Toula Limnaios)

„Mercedes Appugliese spintisiert in „Hola Merce“ zu pompösen Radioklängen von zukünftigen Heldentaten. Mit ihrem roten Helm mutet sie wie eine Comicfigur an. Der behelmte Kopf scheint zu groß und zu schwer für den zierlichen Körper. Die Tänzerin kippt aus der Balance, knallt wiederholt zu Boden, kreist auf dem Helm wie ein Propeller und scheint bei all ihren Aktionen unverwundbar. Die Dame hat offensichtlich ihren ganz eigenen Kopf. Wie sie auf Konfrontationskurs mit der Realität geht, das hat eine waghalsige Komik“.

Sandra Luzina

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 13.12.2007)


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